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Karin Fehde

© 2017 K. und J. Fehde



Ein Weihnachtstraum

Im fahlen Licht vom Mondschein,
schimmerte schwach der Abendstern.
Da fiel mir aufseufzend denkend ein;
"er ist zum Greifen nah und doch so fern."
Kerzenlicht fiel auf mein Gedichteband,
ließ die Zeilen zerfließen wie losen Sand.

Der Himmel klarte auf zur Christennacht.
Doch ich versank in einen tiefen Traum
von Sternenbanner mit Seelen ganz sacht
auf Schwingen zwischen Zeit und Raum.
"Hallo," flüsterte ich ihnen liebevoll zu,
ich wollte nicht stören ihre Gnadenruh'.

Schlaftrunken blinzelte ich verträumt
zum Eisblumenfenster hinaus und stutzte.
Rascheln? Hatte ich das Kätzchen versäumt
das mich allzu gern als Gastgeberin benutzte?
Oder war es ET, die clevere Weihnachtsmaus,
die sich trollte mit Plätzchen aus dem Haus?
            Was immer es war, wurde mir bald gleich
als ich das Heulen eines Wolfes vernahm.
Er scherrt sich nie um arm oder reich
und wird selbst in Freiheit nie geruhsam.
Stille. Auf einmal fiel von mir ab aller Frust,
als unerwartet Kinder sangen vor Lust.

Mit Tannenbaumgrün und Glockenklang
verband sich Stund' zur Mitternachtsstunde.
Mutlos ging ein Mütterchen den Weg entlang,
sah zu Boden, als wenn sie was erkunde.
Augen voller Tränen blicken mir entgegen.
"Bitte sei mein Gast, die Freude ist zugegen."

So sahen wir gemeinsam in der Christnacht
den wahren Weihnachtsstern aufgehen.
Er ist Menschen und Tieren wohlbedacht,
der ganzen Natur zeigt sich sein Bestehen.
Hole deinen Nächsten aus der Einsamkeit,
und spüre die Weihnacht' weit und breit.



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